Mikroquatier Holtrupstraße
1. Platz
Konzeptwettbewerb Holtrupstraße in Warendorf
#1
Fläche: ca. 160m²
GF: max. 47m²
BGF: max. 94m²
Vollgeschosse: max. 2
#2
Fläche: ca. 197m²
GF: max. 57m²
BGF: max. 100m²
Vollgeschosse: max. 2
#3
Fläche : ca. 216m²
GF: max. 63m²
BGF: max. 63m²
Vollgeschosse: max. 1
#4
Fläche : ca. 179m²
GF: max. 49,5m²
BGF: max. 99m²
Vollgeschosse: max. 2
#5
Fläche : ca. 213m²
GF: max. 65m²
BGF: max. 100m²
Vollgeschosse : max. 2
#6
Fläche : ca. 133m²
GF: max. 26m²
BGF: max. 52m²
Vollgeschosse: max. 2
Ein Quartier zwischen Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und regionaler Identität
Wohnen im Einklang mit Landschaft, Gemeinschaft und Zukunft. Das vorliegende Konzept entwickelt auf einer rund 1.600 m² großen Fläche ein zukunftsfähiges Minihaus-Quartier, das nachhaltiges Bauen, gemeinschaftliches Wohnen und regionale Wertschöpfung miteinander verbindet. Ziel ist die Schaffung eines Wohnortes, der den Herausforderungen steigender Wohnkosten, knapper Ressourcen und des Klimawandels mit einem ganzheitlichen und dauerhaft tragfähigen Ansatz begegnet.
Ausgangspunkt des Entwurfs ist der Erhalt des bestehenden Baumbestands. Die vorhandenen Bäume prägen die räumliche Struktur des Quartiers und bilden die Grundlage für die Anordnung der Grundstücke, Gebäude und Freiräume. Durch die Analyse von Sonnenverlauf und Verschattung entstehen Grundstücke mit hoher Aufenthaltsqualität und ausgewogenen Belichtungsverhältnissen, während der gewachsene Charakter des Ortes erhalten bleibt.
Die sechs Minihäuser gruppieren sich um eine gemeinschaftliche Mitte, die als Begegnungs- und Aufenthaltsraum dient und das soziale Miteinander stärkt. Die kompakte Organisation der Verkehrsflächen reduziert den Flächenverbrauch auf das notwendige Maß und schafft Raum für gemeinschaftlich nutzbare Freiflächen. Unterschiedliche Gebäudegrößen ermöglichen Wohnangebote für Singles, Paare, kleine Familien und ältere Menschen. Die Häuser sind bewusst flächeneffizient geplant, bieten jedoch ausreichend Raum für dauerhaftes Wohnen und richten sich damit an einen breiten Nutzerkreis.
Die Architektur folgt einer klaren und zeitlosen Formensprache. Holz als prägender Baustoff verleiht den Gebäuden eine natürliche Ausstrahlung und schafft eine enge Verbindung zur umgebenden Landschaft. Eine einheitliche Fassadensprache sorgt für einen starken Quartierscharakter und macht die Häuser als zusammengehöriges Ensemble erkennbar. Gleichzeitig erhalten die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeit zur individuellen Mitgestaltung. Innerhalb eines abgestimmten Farbkonzepts können Fassadendetails und Fensterfarben gewählt werden, sodass persönliche Identifikation und gestalterische Einheit gleichermaßen gefördert werden.
Auch die Freiraumgestaltung orientiert sich an den Prinzipien der Nachhaltigkeit. Die Versiegelung wird auf ein Minimum reduziert, wasserdurchlässige Oberflächen fördern die Versickerung von Niederschlagswasser und Wurzelbrücken schützen die wertvollen Bestandsbäume. Heimische Wildblumenwiesen ergänzen das Konzept und schaffen neue Lebensräume für Insekten und andere Kleintiere.
Ein wesentlicher Bestandteil des Quartiers ist das Regenwassermanagement nach dem Schwammstadtprinzip. Niederschlagswasser wird auf dem Grundstück zurückgehalten, versickert oder in einer zentralen Regenwassersammelanlage gespeichert. Das gesammelte Wasser kann von den Bewohnerinnen und Bewohnern zur Bewässerung der privaten und gemeinschaftlichen Grünflächen genutzt werden. Dadurch werden Trinkwasserverbrauch und Kanalbelastung reduziert und gleichzeitig das lokale Mikroklima verbessert.
Ergänzt wird dieser Ansatz durch ein gemeinschaftliches Energiekonzept. Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen erzeugen regenerativen Strom, der über einen zentralen Batteriespeicher für das gesamte Quartier nutzbar gemacht wird. Die Wärmeversorgung erfolgt über energieeffiziente Luft-Luft-Wärmepumpen, während Brauchwasserwärmepumpen die Warmwasserbereitung übernehmen. Das Ergebnis ist ein wirtschaftliches, klimafreundliches und zukunftssicheres Versorgungssystem mit hoher Eigenversorgung.
Die Realisierung erfolgt gemeinsam mit regionalen Handwerksbetrieben aus dem Kreis Warendorf. Durch den Einsatz moderner Vorfertigungsmethoden entstehen qualitativ hochwertige Gebäude mit hoher Kosten- und Planungssicherheit. So verbindet das Minihaus-Quartier nachhaltige Architektur, regionale Wertschöpfung und gemeinschaftliches Wohnen zu einem Modell für zukunftsfähiges Leben im ländlichen Raum.
Interesse geweckt?
Mit dem vorliegenden Konzept wird nicht lediglich ein weiteres Wohnbauprojekt entwickelt, sondern ein Pilotprojekt für die Stadt Warendorf. Es handelt sich um ein Projekt, das vollständig aus der Region heraus gedacht wird: entwickelt in Warendorf, geplant von einem Warendorfer Unternehmen, umgesetzt mit regionalen Handwerksbetrieben und künftig bewohnt von Menschen, die dauerhaft in Warendorf leben möchten.
Vergeben werden 6 Grundstücke (unterschiedliche Größen) die im Rahmen der Konzeptgestaltung nach Ihren Vorstellungen und Wünschen umgesetzt werden können.