Isometrie T2 livingunits

Intro

Klein, kompakt, fertig. Der auf Modulbauweise entstandene Entwurf, setzt sich mit dem Konzept des ‚kleiner wohnen’ bzw. Minihaus auseinander. Immer in Kombination mit Architektur, Innenarchitektur, Design und dem Prozess des Vorfertigen. Da wir uns immer schneller auf die Entwicklung von dem stetig knapper und teurer werdenden Wohnraum einstellen müssen, soll dieses Projekt sich zu einer möglichen bezahlbaren Alternative entwickeln. Basierend auf den maximalen Außenmaßen für eine LKW Ladung, entstanden zwei gleiche große Module. Diese positionieren sich versetzt zueinander und schaffen somit Raum für zugehörige Außenbereiche. Insofern ist die Namensgebung ‚T2‘ ein Resultat aus den ‚2‘ identisch großen ‚T’iny Modulen.

Perspektive vom Eingang Richtung Terrasse, Darstellung zeigt eine Farbvariante

Fassade

Die Architektur verfolgt mit der vertikalen Holzlattung als Fassade, einen zurückhaltenden und dennoch aktuellen Ansatz, der Architektursprache. Natürlich designed, aber dennoch individualisierbar. 

Technikraum

Ab Start der Planung spielte der technische Teil immer eine Rolle. Unterstützend und für eine bestmögliche Vorfertigung, werden ankommende und abgehende Versorgung gebündelt organisiert. Versteckt durch die Fassadenlattung und direkt von der Eingangsterrasse zugänglich, ist der Technikraum angeordnet. Gleichzeitig soll mit einer Photovoltaik Anlage und zugehörigem Akku die Möglichkeit bestehen, extrem energiesparend zu heizen und Wasser zu erhitzen.

Perspektive von der hinteren Terrasse Richtung Innenraum, Darstellung zeigt eine Farbvariante

Außen wird Innen, Innen wird Außen

Als erster Teil, eröffnet sich ein multifunktionaler Raum. Kochen, essen, arbeiten. Durch Öffnen der integrierten Falttüren, wird der zentrale Raum des T2, zu einer vollwertigen Küche. Hervorgehoben durch Spannung erzeugende Farben und Materialien der Küchenbereiche, wird eine zusätzliche Ebene erschaffen. In mitten der Küche eröffnet sich der Blick auf die Terrasse, welche sich durch die Anordnung der Module ergibt. Gerade bei einem Small House, schafft es eine gute Möglichkeit, um den Innenraum optisch zu erweitern. Die Symbiose zwischen Innenraum und Außenraum beginnt genau hier.

Die Symbiose

Der Wohnraum und die Terrasse werden durch Öffnen der Glasschiebeelemente verbunden. Unterstützt wird das Zusammenspiel mit einer schlanken Rahmung zur Aufhängung des Sichtschutzes und Beschattung durch einen Outdoor Vorhang. Bei mildem Wetter ergeben sich einzigartige Aufenthaltsqualitäten. Nutzungen können von Innen nach Außen verlagert werden und entwickeln sich somit zum Mittelpunkt des Minihauses.

Modul rechts

Im rechten Modul, hinter dem Bereich der Spüle, befindet sich die Tür zum Badezimmer. Vollwertig eingerichtet und mit einer großzügig, begehbaren Dusche ohne Abtrennung. Auch hier kompromisslos. Optimale Stauraum Ausnutzung hinter dem großflächigem Spiegel, sowie die Möglichkeit der Tageslicht Nutzung, runden das Badezimmer ab. Dahinter befindet sich
das Wohnzimmer. Gerahmt durch die Schiebetür und ein großzügiges festes Fensterelement, ergibt sich eine besondere Aufenthaltsqualität. Durch die Bewegung des Grundrisses, schafft dies eine leichte Separierung von den anderen Bereichen. Als Wohnbereich oder z. B. als Gästezimmer nutzbar, kann dieser Raum durch einen Vorhang zum multifunktionalen Bereich abgetrennt werden. Sind jedoch beide Schiebetüren geöffnet, fungiert die hintere Terrasse als Bindeglied zwischen Wohn- und multifunktionalem Raum und stärkt somit das Verschmelzen zwischen Außen und Innen.

Passend zur Geste des Öffnen und Schließen der Schiebetüren, wird durch einen innenliegenden Vorhang die Verdunkelung und Verschattung reguliert. Im gleichen Zuge wird durch ein lineares Lichtband, die Bewegung der Vorhangschiene in Szene gesetzt. Diese Maßnahme hat unter anderem auch Auswirkung auf die Atmosphäre am Abend, da die Beleuchtung aus der zu erwartenden Richtung kommt.

Modul links

Im rückwertigen Bereich der Küchenzeile des multifunktionalen Raume und abgetrennt durch einen raumhohen Stauraum, befindet sich das Schlafzimmer. Weder ausgeklappt noch versteckt integriert. Es muss nicht ausgezogen oder hochgestellt werden. Als vollwertiger Bereich verstanden, entwickelt sich das Schlafzimmer zum Symbol der Privatsphäre und wird in unserem Ansatz eines modernen Hauses auch so behandelt. Somit ergibt sich eine Zonierung des Grundrisses in drei Bereiche und bilden zusammen die Bereiche privat (Schlafzimmer), halböffentlich (Wohnbereich) und öffentlich (multifunktionaler Bereich).

Nachhaltigkeit und KfW Förderung

Parallel zum Entwurf, lag eine große Gewichtung auf der Nachhaltigkeit des Hauses. Neben einer Nutzung die auf ein dauerhaftes Wohnen und den Hauptwohnsitz ausgelegt ist, kann das Haus eine KfW – Förderung, aus der Kategorie KfW – Effizienshaus 55, bekommen. Voraussetzungen dafür sind, unter anderem, bestimmte Wandaufbauten, Dreifachverglasungen der Fenster und eine nachhaltige Heizung. Alle genannten Punkte können bei dem T2 berücksichtig werden.

In Zahlen ausgedrückt bedeutet ein KfW- Effizienshaus 55, eine maximale Kredithöhe von 120.000€ mit 15% Tilgungszuschuss (maximal 18.000€), von der KfW – Bank. Der Tilgungszuschuss beschreibt eine Gutschrift auf die letzten Tilgungsraten. Zusätzliche Möglichkeiten
Mit der Flachdachkonstruktion ergibt sich die Möglichkeit eine Photovoltaik Anlage zu installieren. Gleichzeitig kann in dem Technikraum ein Stromspeicher untergebracht werden um den produzierten Strom noch effizienter zu nutzen. Dazu wird es ein Paketangebot geben.

Sommerlicher Hitzeschutz
Ein weiterer Punkt in der Nachhaltigkeit ist der Sommerliche Hitzeschutz, durch innenliegende technisch ausgerüstete Vorhänge. Mit einer speziellen Beschichtung kommt ein technisches Textil auf ähnliche Werte wie Außenbeschattungen mit einer smarteren Optik.

Abwicklung der Ansichten des T2 Hauses

Outro

Im Entwurfsprozess kam es zu den unterschiedlichsten Ansätzen wie mit dem Grundriss und der Fläche umgegangen werden sollte. Vorgelebt wird in einem Tinyhouse oder Smallhouse eine komplette Flexibilität oder Verschachtelung der unterschiedlichen Bereich. Häufig im Zusammenspiel des Schlafzimmers mit oder über dem Wohn- Esszimmer. Um einen Ort zu kreieren, welcher permanent nutzbar sein soll, lässt das Projekt T2 die Bereiche vollwertig, auf kleiner Fläche, nebeneinander existieren. Das Minihaus hat die Anforderung permanentes Wohnen für jung und alt zu Ermöglichen, deshalb bleibt der Fokus auf einem eingeschossigen und schwellenlos begehbaren Innenraum.

Allgemein stellt das T2 ein Fertighaus mit allen Funktionen in einem zukunftsorientierten Grundriss unter 50 m2. Die Optimierung durch Modulvorfertigung, soll eine bezahlbare Grundlage im aktuellen Wohnkontext schaffen. Verbesserung der Fertigungsprozesse trifft auf eine Symbiose von Architektur und Innenarchitektur.